Kompetenzzentrum "Frauen für Naturwissenschaft und Technik" der Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns

Auch heute noch sind Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen sehr viel seltener anzutreffen als Männer. Besonders Industrie und Wirtschaft benötigen Frauen in den Ingenieurberufen. Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen verfügen über eine hohe fachliche Qualifikation und bringen darüber hinaus ihre sozialen und kommunikativen Kompetenzen ein. Gerade die weiblichen Perspektiven und Ansätze (Teamarbeit, Mitarbeiterführung, Moderation, Präsentation, ...) sind in der heutigen Technik- und Informationsgesellschaft enorm wichtig.

Das Kompetenzzentrum „Frauen für Naturwissenschaft und Technik“ hat zum Ziel, tief greifende und effektive Strukturen zu schaffen, die Mädchen und junge Frauen über technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe informieren, interessieren und zum Studium motivieren sollen. Langfristiges Ziel des Kompetenzzentrums ist die Erhöhung des Anteils weiblicher Studierender in technischen, technisch-orientierten und naturwissenschaftlichen Fächern und Studiengängen, sowie eine Verbesserung der Berufseinstiegschancen in bislang stark von Männern dominierten Arbeitswelten.

Als hochschulübergreifendes Projekt der Universitäten Greifswald und Rostock, der Fachhochschule Stralsund sowie der Hochschulen Neubrandenburg und Wismar wurde es aus Mitteln des Bund-Länder-Fachprogramms "Förderung der Weiterentwicklung von Hochschule und Wissenschaft, sowie Realisierung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre" von 2001 bis 2006 gefördert. Ende 2005 wurde der Verstetigungsrat des Kompetenzzentrums gegründet. Er bündelt die Ziele und Anliegen des Kompetenzzentrums inner- und außerhalb der Hochschulen und gibt wichtige Impulse für die Fortführung der geschlechtersensiblen Arbeit mit Schülerinnen und Studentinnen. Seit 2007 ist die Arbeit des Kompetenzzentrums in den Teilzielvereinbarungen der einzelnen Hochschulen mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes M-V verankert.

Das Kompetenzzentrum "Frauen für Naturwissenschaft und Technik" bietet Mädchen und jungen Frauen Schnupperstudien, Projekttage und Infoveranstaltungen zu MINT an; MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auch der jährlich wiederkehrende Girls'Day wird organisiert. In Laboren, Büros, Werkstätten und Seminarräumen erfahren Studieninteressentinnen anhand von praktischen Beispielen, wie spannend MINT-Berufe sein können.

Landesweite Werbeveranstaltungen, Schnupperstudien und Sommerkurse sollen junge Frauen zur Beratung und Unterstützung bei Berufs- und Fächerwahl dienen. Erste Erfahrungen eines Frauenstudienganges an der Fachhochschule Stralsund werden hierbei miteinbezogen. Schülerinnen, Abiturientinnen und interessierte Quereinsteigerinnen können sich an den Standorten kostenlos informieren.

Für die Realisierung des Vorhabens bestehen sowohl Kontakte zu Schulen, Gymnasien und Hochschulen, als auch Netzwerke mit PartnerInnen aus Industrie und Wirtschaft.

Aufgaben des Kompetenzzentrums zur Erreichung der gesetzten Ziele:
  • eine vielseitige Öffentlichkeitsarbeit zur Herstellung eines breiten gesellschaftlichen Dialoges sowie zur Förderung eines Bewusstseinswandels
  • die Förderung der technischen Kompetenzen von Schülerinnen durch gezielte regelmäßige Projekte wie z.B. Schnupperstudien, Sommerkurse, Labor- und Technikkurse, Tutorien
  • die Entwicklung neuer Formen von Informationsangeboten für Mädchen und Frauen
  • die Institutionalisierung der Mädchen- und Frauenförderung
  • die Information, Motivation und Unterstützung junger Frauen bei der Studienwahl
  • die Weiterbildung von inner- und außeruniversitären MultiplikatorInnen zur Qualitätssicherung von Projekten und Initiativen
  • die Kontaktaufnahme zu geeigneten AktionspartnerInnen und anschließende Zusammenarbeit im Rahmen gemeinsamer Projekte
  • die Institutionalisierung des Kompetenzzentrums als Schnittstelle zwischen Hochschulen, Unternehmen und Institutionen
  • der Einbezug der Methode des Gender Mainstreaming.

Platzhalter